Thomas Gottschalk

Beiratsmitglied, bekanntes HARIBO-Gesicht und enger Freund von Dr. Hans Riegel

„Zu Neugier anregen, den Spaß an wissenschaftlichem Denken unterstützen – als ehemaliger Lehrer fühlt sich Thomas Gottschalk den Zielen der Dr. Hans Riegel-Stiftung verbunden. Deshalb engagiert er sich im Stiftungsbeirat.

Ich war immer ein Bewunderer von Dr. Hans Riegel. Vor allem als Unternehmer hat er mich beeindruckt, denn dieses Talent hat mir immer völlig gefehlt. In meiner Biografie „Herbstblond“ schreibe ich über ihn:

Bankschulden hat er stets vermieden. Als ich bei meinem ersten Kreditantrag von der Bank ausgelacht wurde, ging ich halt zur nächsten. Hans Riegels Stolz ließ dergleichen nicht zu. Als ihm die Bank den Kredit, den er beantragt hatte, nicht bewilligte, zog er beleidigt davon und betrat danach nie wieder eine Kreditabteilung. Das hat mir imponiert, genauso wie die Selbstverständlichkeit, mit der er jedes Kaufgebot internationaler Multis für seine Firma zurückgewiesen hat. Ich hatte immer vor, nicht mehr zu arbeiten, wenn ich nicht mehr müsste, aber mir wurde nie mehr Geld angeboten, als ich hätte ausgeben können. Hans Riegel bedeutete das Geschick seiner Firma mehr als persönlicher Reichtum. Wenn es der Firma gut ging, ging es ihm gut.

In seiner Stiftung lebt das Vermögen meines Freundes und Förderers Hans Riegel weiter. Auch deswegen liegt sie mir am Herzen: Erst kürzlich hatte ich das Vergnügen, für die Stiftung einen Science Slam zu moderieren, auf dem Jugendliche miteinander wetteiferten, komplexe wissenschaftliche Zusammenhänge verständlich und interessant rüberzubringen. Darum geht es ja, den Staffelstab an die Jugend weiterzureichen, Witz, Spontaneität und Geist zu fördern, das eigene Denken zu stimulieren und, wenn das gut klappt, eben auch zu prämieren. Ich finde es wichtig und richtig, dass Unternehmen im Bildungsbereich Verantwortung übernehmen. Ich bin ja von Hause aus Lehrer, und auch, wenn ich nicht in diesem Beruf arbeite, finde ich es toll, wenn junge Menschen etwas lernen. Vor allem aber finde ich, dass der Entertainment-Faktor auch in der Wissenschaft und Forschung nicht zu kurz kommen sollte. Ein ernstes Thema kann durchaus auch locker präsentiert werden. Da ist bei so manch gedankenschweren Studierenden durchaus noch Luft nach oben.

Ich wünsche der Stiftung, die das Vermächtnis von Dr. Hans Riegel ist, auch in den nächsten Jahren alles Gute, da ich jetzt auch hier den Staffelstab langsam weiterreiche, damit die Jüngeren und Klügeren ans Ruder kommen, die unsere Zukunft gestalten sollen und müssen. Diese wird nicht einfacher und die globalen Herausforderungen werden größer. Die Dr. Hans Riegel-Stiftung will bei der Gestaltung dessen, was auf uns zukommt, helfen, wo sie kann.