Gastbeitrag: Glaziologie – Den Klimawandel am Großglockner hautnah erleben

Wie lassen sich die Auswirkungen des Klimawandels besser verstehen als direkt dort, wo sie sichtbar werden? Im Rahmen eines MINT TANK-Seminars reisten Studierende zum Großglockner und beschäftigten sich intensiv mit den Themen Glaziologie, alpine Ökosysteme und Gletscherdynamik. Im folgenden Gastbeitrag berichten Issraa Labrini und Katharina Schweizer von ihren persönlichen Eindrücken.

Gastbeitrag: Glaziologie

Im Rahmen des MINT TANK-Seminars hatten wir die Möglichkeit, die faszinierende Welt der Glaziologie hautnah kennenzulernen. Bereits zum Auftakt erhielten wir an der Carinthia University of Applied Sciences spannende Einblicke in hochalpine Ökosysteme, den Nationalpark Hohe Tauern sowie die Forschungsmethode der Environmental DNA (eDNA). Damit war die ideale Grundlage für die Exkursion in die alpine Forschungslandschaft geschaffen.

Ein besonderer Höhepunkt war die Wanderung zur Pasterze, dem größten Gletscher Österreichs. Gemeinsam mit erfahrenen Rangerinnen und Rangern erkundeten wir das Gletschervorfeld und erlebten die Auswirkungen des Klimawandels unmittelbar vor Ort. Die deutlich sichtbare Gletscherschmelze machte eindrucksvoll deutlich, wie stark sich die alpine Landschaft verändert. Gleichzeitig erfuhren wir mehr über die Entstehung der Landschaft, die Pflanzenwelt sowie die geologischen Besonderheiten der Region.

Auch die praktischen Inhalte des Seminars hinterließen einen bleibenden Eindruck. In verschiedenen Experimenten beschäftigten wir uns mit der Dynamik von Gletschern und der Geologie des Großglockners. Naturwissenschaftliche Zusammenhänge selbst zu untersuchen und direkt in der Landschaft nachzuvollziehen, machte die theoretischen Inhalte besonders anschaulich.

Die Tage am Großglockner haben uns eindrucksvoll gezeigt, dass der Klimawandel längst Realität ist. Entwicklungen, über die häufig nur in Medien oder Lehrbüchern berichtet wird, konnten wir mit eigenen Augen beobachten. Diese Erfahrungen haben unser Bewusstsein für die Bedeutung des Klimaschutzes geschärft und verdeutlicht, dass wissenschaftliche Forschung für das Verständnis dieser Veränderungen ist. Darüber hinaus bot das Seminar die Gelegenheit, sich mit anderen Studierenden auszutauschen, neue Kontakte zu knüpfen und gemeinsam unvergessliche Erfahrungen zu sammeln.

Gastbeitrag von Issraa Labrini und Katharina Schweizer.


Die Dr. Hans Riegel Stiftung bedankt sich bei Issraa Labrini und Katharina Schweizer für diesen persönlichen Einblick. Exkursionen wie das MINT TANK-Seminar machen naturwissenschaftliche Fragestellungen unmittelbar erlebbar und zeigen, wie wertvoll praktische Forschungserfahrungen für das wissenschaftliche Verständnis sind.