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Erste Covid-19-Sonderförderprojekte stehen fest

Eine erste Auswahl interessanter Forschungsfragen ambitionierter Nachwuchsforscher*innen erhielt eine Förderzusage der Dr. Hans Riegel-Stiftung

teaser forschungsfragen connex covid

 

Die Dr. Hans Riegel-Stiftung fördert als Ergänzung zu den wichtigen medizinischen Fragestellungen der Covid-19-Pandemie seit August 2020 Forschungsvorhaben aus den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Dadurch soll ein gesellschaftlich relevanter Beitrag zur perspektivischen Aufarbeitung des Geschehens geleistet werden. Hier eine erste Auswahl geförderter Forschungsvorhaben:

Mit Ausbruch des Covid-19-Virus wurde im Raum Gütersloh anscheinend über mehr Diskriminierungsfälle berichtet. Ähnliche Berichte gab es zuvor auch schon innerhalb und außerhalb Deutschlands. Ein Nachwuchsforschungsteam um Dr. Sebastian Sattler möchte daher untersuchen, inwiefern es im Zusammenhang mit Covid-19 zu unterschiedlichen Formen von Stigmatisierungen kommt (dazu zählen negative Stereotypisierungen, negative Emotionen und Diskriminierung im Umgang mit Mitmenschen, die ggf. mit Covid-19 infiziert sind). Eine aus unserer Sicht sehr interessante und wichtige Forschungsfrage, die wir gerne unterstützen.

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Mit Beginn der Covid-19-bedingten Kontaktminimierung, den damit verbundenen Schließungen im Einzelhandel und abrupten Änderungen von Arbeitsweisen in Unternehmen, haben die Nachwuchsforscher*innen Toni Müller, Birte Prinzhorn und Konstantin Brenner sich mit der Frage auseinandergesetzt, welche Faktoren zu einem schnellen Handeln von Unternehmen in der Krise führen. Sie möchten insbesondere herausfinden, welche Rolle die „Digital Fluency“, also die Einstellung und Fähigkeit in Bezug auf Digitales, von Gründer*innen und Geschäftsführer*innen bei der Anpassung von Geschäftsprozessen und Geschäftsmodellen hat. Die Kontaktminimierung ist hierbei ein geeignetes Ereignis, da durch den externen Schock vor allem digitale Möglichkeiten relevant werden. Eine aus unserer Sicht sehr interessante und wichtige Forschungsfrage, die wir gerne unterstützen.

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Führt die Covid-19-Pandemie zu neuen gesellschaftlichen Konditionen in Bezug auf Einstellungen und Präferenzen für Globalisierung/Protektionismus und Wohlfahrtspolitik jenseits des traditionell dualisierten Arbeitsmarktansatzes? Gehen unterschiedliche Ausprägungen der Gefährdung durch die Krise mit einem mehr oder weniger starken Gefühl der globalen Solidarität einher? Diesen Fragen widmet sich ein Nachwuchsforschungsteam um Franziska Deeg mithilfe von Online-Umfragen in Deutschland und Brasilien. Eine aus unserer Sicht sehr interessante und wichtige Forschungsfrage, die wir gerne unterstützen.

Mehr dazu auf: https://www.hans-riegel-stiftung.com/unsere-projekte/covid-19-sonderfoerderung